Kuba Geschichte
Aus europaischer Sicht wurde Kuba am 28. Oktober 1492 von Christoph Kolumbus bei seiner ersten "Karibik Kreuzfahrt" in die Neue Welt entdeckt.
Kolumbus startete im August 1492 seine erste Expeditionsreise in die Neue Welt und erreichte am 12. Oktober eine Insel der heutigen Bahamas, die er San Salvador nannte.
Kolumbus segelte weiter und fand zwei weitere Inseln die er Juana und Hispaniola nannte. Das heutige Kuba und daneben die Dominikanische Republik und Haiti.
Kuba war allerdings bereits davor von indianischen Völkern besiedelt. Den Guanahatabey, den Siboney und den Taino Indianern. Zeugnisse von diesen Kulturen bieten ihre eindrucksvollen Hohlenmalereien. Der Name Cuba stammt von diesen Ureinwohnern.
Auf der Peninsula Zapata befindet sich eine beeindruckende Rekonstruktion eines Taino Indianerdorfes. Archäologische Funde zeigen, daß Kuba seit 2000 v.Chr. besiedelt ist.
Lange konnten sich die Forscher nicht einigen, wo genau Christoph Kolumbus in Kuba landetete. Und auch heute noch steht in vielen Reiseführern, daß es im heutigen Baracoa gewesen sein soll.
Der tatsächliche Ort ist allerdings Bahia de Bariay bei Gibara. Zum 500.Jahrestag der Ankunft von Christoph Kolumbus auf Kuba wurde zum Gedenken an die Taino Indianer an dieser Stelle auch ein beeindruckendes Denkmal errichtet.
Und auch Christoph Kolumbus war, wie wir heute wissen, nicht der erste der Amerika entdeckte. Bereits 500 Jahre vor im landeten die ersten Wikinger in Amerika. Leif Eriksson (mit seinen Begleitern) gilt somit als erster Europaer in Nordamerika.
1508 wurde Kuba erstmalig von Sebastián de Ocampo, ebenfalls ein spanischer Entdecker, vollständig umsegelt. Erst dadurch wurde bewiesen, daß es sich bei Kuba um eine Insel handelt, und es nicht Teil des indischen oder chinesischen Festlandes ist. (Kolumbus suchte ja den Seeweg nach Indien.) Diese erste Umsegelung hat 8 Monate gedauert.
Ab 1511 wurde Kuba im Auftrag von Spanien von Diego Velázquez de Cuéllar erobert. Diego Velazquez wurde dadurch auch zum ersten Gouverneur von Kuba. Er gründete im selben Jahr mit Baracoa die erste spanische Siedlung auf Kuba.
Baracoa wurde dadurch zur ersten Hauptstadt von Kuba. Noch heute sieht man die Festung die in Baracoa gebaut wurde. Und wenn man das heutige Baracoa besucht, merkt man auch wie klein das alles im Vergleich zu späteren Festungen gewesen ist. Die Festung in Baracoa ist nur wenige Meter hoch aber auch dick, und war für die damalige Zeit offensichtlich ausreichend. Da sind die Diemensionen der späteren Festungen auf Kuba in Santiago de Cuba und Havanna schon um einiges gigantischer.
Im selben Jahr gründete Diego Velázquez auch Santiago de Cuba, die zweite Stadtgründung in Kuba und auch spätere Hauptstadt (ab 1515) von Kuba.
In Santiago de Cuba kann man auch das Haus von Diego Velázquez besichtigen. Es ist heute ein öffentlich zugängliches Museum und das älteste erhaltene Privathaus in Kuba. Das Haus zeigt sehr schön die damalige Lebensweise der spanischen Eroberer.
Bis Havanna die führende Stadt in Kuba wurde, war Santiago de Cuba das politische Zentrum von Kuba. Sehr schön sieht man dies auch an der Festung von Santiago de Cuba, die eine der wichtigsten Häfen der spanischen Flotte beschützte.
1515 wurde Havanna (auf spanisch: La Habana) unter dem damaligen Namen San Cristobal gegründet. Aber erst 1607 wurde Havanna zur Hauptstadt von Kuba als der Gouverneurssitz von Santiago de Cuba nach Havanna verlegt wurde.
Havanna entwickelte sich aufgrund seiner günstigen Lage innerhalb der Karibik zum wichtigsten Stützpunkt der spanischen Kolonien in der Neuen Welt. In der Festung von Havanna wurden die erbeuteten Schätze und Handelswaren aus der ganzen Region zwischengelagert bis sie nach Spanien gebracht wurden.
Bis zu viermal im Jahr segelten große Flottenverbände von bis zu 300 Schiffen von Havanna nach Spanien.
Havanna sollten Sie bei ihrem Urlaub auf Kuba auf jeden Fall einplanen - es ist eine einzigartige Stadt.
Insgesamt gründete Diego Velázquez 7 Städte auf Kuba. Zusätzlich zu den bereits erwähnten: Baracoa, Santiago de Cuba und Havanna sind das:
Bayamo (damals San Salvador), Trinidad (1513, Santisima Trinidad), Sancti Spiritus und Camaguey (damals Santa Maria del Puerto del Principe).
Vorort oder auch auf einer Landkarte sieht man sehr schon das die Städte die sich davon an der Küste befinden, alle bei einer natürlichen Bucht, die sich hervorragend als Hafen eignete, gegründet wurden. Diese natürlichen Häfen boten vorallem Schutz vor Unwettern aber auch vor feindlichen Angriffen.
Fortsetzung folgt.......
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